Eine Operettensängerin in Tibet

„Weggehen oder zugrunde gehen“, war das Motto einer der abenteuerlichsten und mutigsten Frauen des 20. Jahrhunderts.

Alexandra David-Néel war Reisende, Forscherin, Orientalistin, Schriftstellerin und eine der ersten weißen Frau, die vom 13. Dalai Lama empfangen wurde. In den nepalischen Wäldern blickte sie einem Tiger direkt ins Auge und in Benares meditierte sie im Gazellen Hain, an dem Ort also, wo Buddha zum ersten Mal seine Lehre verkündet hatte. Als ihr größtes Abenteuer bezeichnete sie ihre heimliche Wanderung nach Lhasa, damals für Fremde eine verbotene Stadt. Alle Europäer vor ihr waren gescheitert bei dem Vorhaben, in die Stadt des Dalai Lama zu kommen. Sogar Sven Hedin wurde im Westen Tibets abgefangen und zurückgewiesen. Der Bericht Voyage d’une Parisienne à Lhassa ist wohl ihr bekanntestes Buch. Auf Deutsch hat es den blöden Titel Mein Weg durch Himmel und Hölle. Weiterlesen